Bad Kreuznach . Am 16. Juni 2020 stoppte die deutschlandweite Tour des Greenpeace Regenbogens in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone. Bereits seit dem 30. Mai ist Greenpeace bis Ende Juni unterwegs, um in 31 Städten zu erfahren, wie sich die Menschen ihr Leben nach Corona vorstellen. Was haben sie wirklich vermisst, was neu gelernt? Was soll davon bleiben, was wieder weichen? Besucherinnen und Besucher konnten die Antworten auf ihre Fragen und ihre ganz persönlichen Zukunftsvisionen an einem drei Meter großen Regenbogen hinterlassen. Mitglieder von Greenpeace Bad Kreuznach nutzten diese Gelegenheit um mit den Menschen, über einen in der Corona-Zeit begonnen, Mentalitäts- und Wertewandel in die Diskussion kommen und ihre Zukunftsvisionen zu sammeln.

Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Kantar/EMNID im Auftrag von Greenpeace hat Corona in der deutschen Bevölkerung einen Mentalitätswandel angestoßen. “Die Krise hat dafür gesorgt, dass die Menschen den Blick für das Wesentliche geschärft haben” so Kirsten Brodde von Greenpeace Deutschland. So ist für sie die Bedeutung von sozialen Kontakten gestiegen, wohingegen Aktivitäten wie shoppen oder mit dem Auto fahren in der Krise an Bedeutung verloren haben. Zwar vermissen die Menschen Freiheiten wie reisen (51 Prozent) oder ausgehen (67 Prozent). Aufs Fliegen aber können 81 Prozent verzichten und 88 Prozent begrüßen den Rückgang des Autoverkehrs. 79 Prozent wünschen sich mehr Radwege. Waren Naturerlebnisse für 77 Prozent auch vorher schon wichtig, so haben diese für gut ein Fünftel (21 Prozent) während der Lockdown-Phase noch an Bedeutung hinzugewonnen.

Teilen